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Schutz vor Piraterie mit Managed Content Protection von Akamai

Harish Menon

Written by

Harish Menon

January 26, 2022

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„Sie würden kein Auto stehlen. Sie würden keine Handtasche stehlen. Sie würden keinen Fernseher stehlen. Sie würden keinen Film stehlen. Der Download von raubkopierten Filmen ist Diebstahl.“ Filmfans können sich wahrscheinlich an diese Kampagne erinnern, mit der in den frühen 2000er Jahren vor dem Herunterladen von raubkopierten Inhalten gewarnt wurde.

Obschon bereits damals allgegenwärtig, hat die Verbreitung von Raubkopien exponentiell zugenommen und trifft die gesamte Unterhaltungsindustrie, einschließlich der Branchen Musik, Verlagswesen, Software und anderen. Akamai hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schwachstellen und Inhalte umfassend zu untersuchen, auf die es Raubkopierer abgesehen haben. Ausführliche Informationen dazu enthält der heute veröffentlichte „State of the Internet“-Sicherheitsbericht „Piraten auf der Lauer“

Besserer Schutz von geistigem Eigentum, Reduzierung von Sicherheitsrisiken

Viele dieser Trends und unsere laufenden Studien haben uns klar vor Augen geführt, dass wir unseren Kunden dabei helfen müssen, ihre Inhalte vor Raubkopierern zu schützen. In Folge dessen haben wir den Managed Content Protection (MCP)-Service von Akamai entwickelt. Mit diesem Angebot können Kunden ihr geistiges Eigentum besser schützen und die mit Raubkopien verbundenen Sicherheitsrisiken reduzieren. Um zu verstehen, wie dieses Angebot Unternehmen und deren Kunden schützen kann, ist es zunächst erforderlich, die Piraterielandschaft besser zu verstehen.

Der Mythos vom Verbrechen ohne Opfer

Piraterie wird häufig als „Verbrechen ohne Opfer“ bezeichnet, was jedoch nicht der Wahrheit entspricht. Die Verluste für die US-Wirtschaft durch weltweite Piraterie summieren sich auf durchschnittlich 29 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Dies ergab eine Studie des Global Innovation Center der US-Handelskammer. Die TV- und Filmbranche, die zu den am stärksten von Piraterie betroffenen Branchen zählt, sorgt allein in den USA für 2,5 Millionen Arbeitsplätze . Piraterie nimmt zu und gefährdet Umsätze und Existenzgrundlagen.

Laut Forschungsergebnissen aus dem neuesten „State of the Internet“-Sicherheitsbericht von Akamai erreichte die Nachfrage nach raubkopierten Inhalten (gemessen durch Aufrufe von Websites, die den Zugriff auf Filme und Fernsehsendungen entweder direkt über einen Browser oder eine mobile Anwendung sowie über Torrent-Downloads ermöglichen) im Zeitraum von Januar bis September 2021 das Ausmaß von 3,7 Milliarden nicht lizenzierten Streams und Downloads. Darüber hinaus haben 61,5 % der Verbraucher direkt auf raubkopiertes Material zugegriffen, während 28,6 % aktiv danach gesucht haben. 

Wo kommt Piraterie am häufigsten vor? 

Die Fernsehbranche ist am stärksten von Piraterie betroffen. Durch Streaming ist es für Raubkopierer einfacher geworden, den illegalen Zugriff auf Premium-Inhalte zu ermöglichen. Abgesehen von den rechtlichen Folgen für Anbieter von Inhalten und der Unzufriedenheit zahlender Kunden birgt die Piraterie auch Gefahren für Verbraucher durch schädliche Inhalte wie Phishing, Malware und Exploits bis hin zu Botnets, Ransomware-Angriffen und Identitätsdiebstahl. Unsere Experten haben ermittelt, dass über 90 % der von unserem MCP-Service erkannten illegalen Streaming-Websites solche Inhalte enthalten. Sowohl für Nutzer als auch für Streaminganbieter stellt dies eine echte Bedrohung dar.

Gleichzeitig sind Live-Events aufgrund ihrer Aktualität (niemand möchte große Sportereignisse verpassen) und der großen Nachfrage besonders anfällig für Piraterie.

Verbreitete Formen von Piraterie

Erfahrungsgemäß sind folgende Formen der Piraterie am meisten verbreitet:

  • Weitergabe von Links und Sammeln von Tokens: Über Apps und Desktop-Anwendungen werden raubkopierte Online-Veranstaltungen mit eigener Werbung monetarisiert. Der Zugriff erfolgt über kompromittierte oder wiederverwendete Zugriffstokens.

  • Rippen und Weiterleiten von Streams: Piraten streamen Online-Veranstaltungen über öffentliche Kanäle wie Twitch, YouTube und Facebook. Dies geschieht trotz Digital Rights Management (DRM)/Verschlüsselung und Tokenisierung.

  • VPN/Proxy: Piraten und User umgehen geografische Einschränkungen, um auf Inhalte zuzugreifen.

360-Grad-Bewusstsein erreichen

Um Unternehmen bei der Bewältigung der wachsenden Flut von Piraterie zu unterstützen, bildet unser MCP-Service die erste Verteidigungslinie für Anbieter von Programmen/Sendungen im Rahmen unseres Broadcast Operations Command Center (BOCC).

MCP wurde geschaffen, um Piraterie zu vereiteln, bevor diese Schäden verursacht. Akamai verfügt damit über eine einzigartige Möglichkeit, Piraterie auf der Übertragungsebene nahezu in Echtzeit zu erkennen und abzuwehren. Der Service ist vielseitig und kann sowohl im automatisierten Modus als auch von Menschen überwacht ausgeführt werden. Als Ergänzung zu bestehenden Services in einem Medien-Workflow können Ergebnisse auf Basis externer Eingaben geliefert oder Informationen bereitgestellt werden, die sich in andere Tools und Services integrieren lassen. Zugleich können über längere Zeiträume Informationen zu Piraterieversuchen gesammelt werden. 

Im Zusammenspiel ermöglichen diese Elemente Unternehmen, Bedrohungen durch Piraterie zu erkennen, zu erfassen, und sich anzupassen, um besser zu verstehen, welche Schwachstellen Piraten nutzen, und diese aktiv zu schließen.

Bekämpfen Sie Bedrohungen durch Piraterie mit MCP

MCP ermöglicht es Unternehmen, Bedrohungen durch Piraterie mithilfe von vier wichtigen Komponenten besser zu bekämpfen: 

  • Überwachung: Die Überwachungskomponente identifiziert die Regionen, in denen Traffic anfällt, und ermöglicht ein Echtzeit-Situationsbewusstsein für den Streaming-Workflow und das Ökosystem.

  • Automatische Erkennung: MCP gibt abweichende Fingerabdrücke von der Edge aus, bewertet Bedrohungen automatisch und ermöglicht die Bewertung von Vertrauensstufen mithilfe von Deep Learning-Funktionen.

  • Echtzeit-Analysen: Kunden, die den MCP-Service nutzen, profitieren von einer in Echtzeit ausgeführten, programmgesteuerten L7-Analyse eingehender Anfragen, Kompetenz bei Managed Service-Domains und Rund-um-die-Uhr-Überwachungsfunktionen, über die Support durch Experten für Piraterie und Übertragung im BOCC bereitgestellt werden kann.

  • Rasche Abwehr: Bedingungsabhängige und regelbasierte Abwehr von Verstößen innerhalb von Sekunden nach der Aktivierung, die bestehende Schutzebenen von Akamai und Kunden ergänzt und so den Schutzschirm erweitert.

Legalen Medienkonsum fördern

Neben den technischen Funktionen bietet MCP auch die Möglichkeit, Nutzer dazu zu bringen, anstelle von Piraterie-Websites auf kostenpflichtige Abonnements zurückzugreifen. Das Unterbinden von unbefugtem Zugriff nahezu in Echtzeit bringt potenzielle Nutzer von raubkopierten Inhalten dazu, nach legalen Zugangsmöglichkeiten zu suchen. Auf diese Weise lassen sich die Sicherheit und Zufriedenheit von Verbrauchern steigern. Anhand der durch den Service gesammelten Business Intelligence-Daten können Unternehmen Nutzungsmuster besser verstehen und besser geeignete Inhaltsstrategien ermitteln.

„Piraten auf der Lauer“ zeigt, dass Piraterie weiter verbreitet ist, als je zuvor, und dass die von Piraten eingesetzten Techniken und Technologien ständig weiterentwickelt werden. Unternehmen müssen darauf reagieren und mit Sorgfalt Lösungen einsetzen, mit denen sie Piraterie abwehren und ihr geistiges Eigentum schützen können. Managed Content Protection bietet Kunden von Akamai diese Möglichkeit. Das Angebot wird kontinuierlich verbessert, um Kunden besser gegen künftige Herausforderungen durch Piraterie zu wappnen.

Weitere Informationen

Erfahren Sie mehr über den Support von Akamai für OTT-Videostreams über das Akamai Broadcast Operations Command Center und im „State of the Internet“-Sicherheitsbericht.



Harish Menon

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Harish Menon

January 26, 2022