Netzwerkenergie und THG-Methode

Angesichts der immensen Prozessorleistung und des Energieverbrauchs der weltweiten Serviceplattform von Akamai überrascht es nicht, dass das Hauptaugenmerk unserer Techniker, die Plattform so effizient wie möglich zu machen, eines unserer langfristigen Nachhaltigkeitsziele darstellt.

Energieschätzungen für Server und Netzwerkzubehör:

  • Der Stromverbrauch (Watt) wird für jeden Servertyp und jede Konfiguration (z. B. Anzahl der Platten) im Labor bei Spitzenlast gemessen. Es wird angenommen, dass dieser Spitzenstromverbrauch für einen bestimmten Servertyp und dessen Konfiguration identisch ist. Ebenso wird bei Netzwerk-Switches, -Routern und PDUs verfahren.
  • Am Ende eines jeden Monats wird für jedes Rechenzentrum ein Inventar des genutzten Zubehörs erstellt (einschließlich Switches, Routern und PDUs). Die Anzahl der einzelnen Servertypen und -konfigurationen wird für jedes Rechenzentrum summiert. Dabei wird angenommen, dass das Zubehör während des gesamten Monats in einem Rechenzentrum genutzt wurde.
  • Die Gesamtheit der Servertypen und -konfigurationen eines jeden Rechenzentrums wird mit dem Spitzenenergieverbrauch (aus Nr. 1) multipliziert. Das Ergebnis wird mit 24 Stunden multipliziert, das Ergebnis daraus wiederum mit der Anzahl der Tage des Zielmonats. Dieses Ergebnis wird durch 1.000 dividiert, um die gesamten kWh zu erhalten, die für diese Kombination aus Servertyp und -konfiguration in einem Zielrechenzentrum anfallen.
  • Die gesamten kWh werden für jeden Servertyp um einen bestimmten Prozentwert reduziert. Dieser Wert entspricht den Ergebnissen aus den Produktionsdaten über die durchschnittliche Schwankung des täglichen Energieverbrauchs im Vergleich zu Spitzenzeiten (aus Nr. 1). Die Verringerung kann zum Beispiel zwischen 15-40% liegen.
  • Der monatliche Stromverbrauch pro Rechenzentrum/Servernetzwerk wird in das Energie- und Kohlendioxidmanagementsystem von Akamai hochgeladen.
  • Das Energie- und Kohlendioxidmanagementsystem konvertiert den Energieverbrauch in THG-Emissionen. Dazu werden Emissionsfaktoren als Funktion des Standorts jedes Rechenzentrums (Bundesstaat in den USA, Land außerhalb) angewendet, um die gesamten KWh in THG-Emissionen umzurechnen. Die Kohlenstoffemissionsfaktoren (CEF) für Rechenzentren in Bundesstaaten der USA basieren auf aktuellen EPA-eGrid-Daten. Für Rechenzentren außerhalb der USA verwendeten wir auf Landesebene verfügbare, auf der aktuellen IEA-Publikation „CO2 Emissions from Fuel Combustion Highlights“ basierende CEFs.
  • Die Scope-2-THG-Emissionen jedes Rechenzentrums werden schließlich addiert, um die gesamten THG-Emissionen des Servernetzwerks von Akamai zu errechnen.

Energieschätzung von Colocation-Rechenzentren:

Die Infrastruktur von Colocation-Rechenzentren enthält unter anderem Backup-Stromversorgung (UPS), Stromverteilungseinheiten (PDUs), Transformatoren, Kühleinheiten, Ventilatoren und Lichter.

Für die Schätzung der Scope-3-THG-Emissionen von Rechenzentren Dritter nutzen wir die Scope-2-Emissionen unseres Servernetzwerks, wie oben angegeben, sowie die Energieeffizienz (PUE)1 dieser Rechenzentren zur Schätzung der Scope-3-Emissionen dieser Rechenzentren. Wenn möglich, wird der aktuelle PUE2-Wert des Rechenzentrumsbetreibers genutzt. Ist dies nicht möglich, wird der Durchschnitt der aktuell angegebenen PUE-Werte verwendet.

  • Für jedes Rechenzentrum wird der monatliche Gesamtstromverbrauch des Servernetzwerkes mit eins, abzüglich des PUE-Wertes für das Rechenzentrum, multipliziert: Monatlicher Stromverbrauch des Rechenzentrums = Monatlicher Stromverbrauch des Servernetzwerks x (PUE des Rechenzentrums - 1)
  • Der monatliche Stromverbrauch pro Rechenzentrum wird in das Energie- und Kohlendioxidmanagementsystem von Akamai hochgeladen.
  • Das Energie- und Kohlendioxidmanagementsystem konvertiert den Energieverbrauch in THG-Emissionen. Dazu werden Emissionsfaktoren als Funktion des Standorts jedes Rechenzentrums (Bundesstaat in den USA, Land außerhalb) angewendet, um die gesamten KWh in THG-Emissionen umzurechnen. Die Kohlenstoffemissionsfaktoren (CEF) für Rechenzentren in Bundesstaaten der USA basieren auf aktuellen EPA-eGrid-Daten. Für Rechenzentren außerhalb der USA verwendeten wir auf Landesebene verfügbare, auf der aktuellen IEA-Publikation „CO2 Emissions from Fuel Combustion Highlights“ basierende CEFs.
  • Die Scope-3-THG-Emissionen jedes Rechenzentrums werden schließlich addiert, um die gesamten Scope-3-THG-Emissionen des Akamai-Netzwerks zu errechnen.

Kategorisierung der THG-Emissionen

Im Rahmen des Konsolidierungsansatzes für die betriebliche Kontrolle kategorisiert Akamai THG-Emissionen in Zusammenhang mit dem Stromverbrauch unserer Server und des Netzwerkzubehörs als Scope 2:

  • Akamai ist unmittelbar in das Design des Netzwerkserver-Zubehörs involviert, einschließlich der Effizienz.
  • Akamai kauft, besitzt und kontrolliert diese Netzwerkserver-Infrastruktur.

Als Scope 3 kategorisieren wir die THG-Emissionen in Zusammenhang mit Support-Dienstleistungen, die von dritten Hosting-Anbietern zur Verfügung gestellt werden, einschließlich Kühlung, Beleuchtung, Notstrom und Klimatisierung sowie Gebäudebetrieb:

  • Akamai hat keine direkte betriebliche Kontrolle über diese Vorgänge oder deren Effizienz.
  • Diese Support-Services werden indirekt im Rahmen unserer Hosting-Vereinbarung für Rechenzentren bezahlt.

1PUE ist, nach Definition von The Green Grid, das Verhältnis des gesamten Energieverbrauchs des Rechenzentrums zum Energieverbrauch des IT-Zubehörs (unsere Server und Switches). Idealerweise werden PUE-Werte zeitlich gemittelt.
2Die angegebenen PUEs stammen aus einer jährlichen Umfrage, die Akamai in großen Colocation-Rechenzentren durchführt, welche > 75% der gesamten von Akamai eingesetzten Server repräsentieren.