Content Delivery Networks – was ist ein CDN?

Content Delivery Networks (CDNs) sorgen für ein schnelleres und zuverlässigeres Onlineerlebnis, indem sie Inhalte näher an die Nutzer liefern.

Was ist ein CDN?

Ein Content Delivery Network (CDN) ist eine Gruppe geografisch verteilter Server, die die Bereitstellung von Webinhalten beschleunigen, indem sie näher an den Ort der Nutzer gebracht werden. Rechenzentren auf der ganzen Welt nutzen Caching. Dabei handelt es sich um einen Prozess, bei dem vorübergehend Kopien von Dateien gespeichert werden, damit Sie über einen Server in Ihrer Nähe mithilfe eines webfähigen Geräts oder Browsers schneller auf Internetinhalte zugreifen können. CDNs speichern Inhalte wie Webseiten, Bilder und Videos in Proxyservern in der Nähe Ihres physischen Standorts. So können Sie beispielsweise einen Film ansehen, Software herunterladen, Ihren Kontostand einsehen, in sozialen Medien posten oder Einkäufe tätigen, ohne auf das Laden der Inhalte warten zu müssen.

Sie können sich ein CDN wie einen Geldautomaten vorstellen. Gibt es einen Geldautomat an praktisch jeder Ecke, kommen Sie schnell und effizient an Ihr Geld. Lange Wartezeiten sind nicht erforderlich, und die Geldautomaten befinden sich an vielen günstigen Orten, damit Sie sofort darauf zugreifen können.

CDN-Dienste wurden entwickelt, um das Problem von Netzwerküberlastungen zu lösen, die durch die Bereitstellung von umfangreichen Webinhalten wie Grafiken und Videos über das Internet verursacht werden – ähnlich wie bei einem Datenverkehrsstau. Die Bereitstellung von Inhalten von zentral gelegenen Servern an einzelne Nutzer dauerte einfach zu lange. CDNs wurden mittlerweile auf alle Bereiche von Text, Grafiken, Skripten und Mediendateien bis hin zu Software-Downloads, Dokumenten, Portalen, E‑Commerce, Live‑Streamingmedien, On‑Demand‑Videostreaming und Social‑Media‑Websites ausgeweitet.

Außerdem können CDNs Websites einen erhöhten Schutz vor Cyberkriminellen und Sicherheitsbedrohungen wie DDoS-Angriffen (Distributed Denial of Service) bieten.

 

Was ist ein Beispiel für ein CDN?

Ein großer Teil aller Internetinhalte wird über CDNs bereitgestellt. Hier ist ein einfaches Beispiel:

Wenn Sie in New York sind und die Website Ihres Lieblingsgeschäfts in London besuchen möchten, die auf einem Server in Großbritannien gehostet wird, müssten Sie lange Ladezeiten hinnehmen, wenn die Anfrage den ganzen Weg über den Atlantischen Ozean überqueren müsste. Um dies zu vermeiden, speichern CDNs eine zwischengespeicherte Version der Website-Inhalte aus London an mehreren geografischen Standorten weltweit, die als „PoPs“ (Points of Presence) bezeichnet werden. Diese PoPs enthalten eigene Caching-Server und sind für die Bereitstellung von Inhalten in der Nähe Ihres Aufenthaltsorts in New York verantwortlich.

Inhalte, die von einem Server bereitgestellt werden, der sich am nächsten an Ihrem physischen Standort befindet, ermöglichen Ihnen ein schnelleres, leistungsstarkes Weberlebnis.

 

Wie funktioniert ein CDN?

Ziel eines CDN ist es, die Latenz zu reduzieren. Latenz ist eine lästige Verzögerung, die Sie beim Zugriff auf eine Webseite oder einen Videostream erleben, bevor diese/r vollständig auf Ihr Gerät geladen wird. Obwohl sie in Millisekunden gemessen wird, kann sie sich wie eine Ewigkeit anfühlen und sogar zu einem Ladefehler oder einer Zeitüberschreitung führen. Einige Content Delivery Networks verringern die Latenz, indem sie die physische Entfernung reduzieren, die der Inhalt zurücklegen muss, um Sie zu erreichen. Daher können größere, weit verbreitete CDNs Webinhalte schneller und zuverlässiger bereitstellen, indem sie die Inhalte so nah wie möglich am Endnutzer halten.

Angenommen, es ist Wochenende und Sie möchten sich zurücklehnen und den neuesten Hollywoodfilm streamen – das CDN findet einen optimalen Server in seinem Netzwerk, um dieses Video bereitzustellen. In der Regel ist dies der Server, der Ihrem physischen Standort am nächsten ist. Die Mediendateien werden zwischengespeichert und bleiben auf diesem Content Delivery Network-Server für andere Nutzeranfragen im selben geografischen Bereich. Wenn der von Ihnen angeforderte Inhalt nicht verfügbar oder veraltet ist, speichert der CDN-Dienst den neu abgerufenen Inhalt, um zukünftigen Anforderungen nachzukommen.

Zwar werden CDNs häufig für die Bereitstellung von Website-Inhalten verwendet, doch sie ist nicht ihre einzige Funktion. Tatsächlich wird mit CDNs eine große Vielfalt verschiedener Inhalte bereitgestellt: Videos in 4K- und HD-Qualität, Audiostreams, Software-Downloads wie Apps, Spiele, Betriebssystem-Updates und vieles mehr. Im Grunde genommen können sämtliche digitalisierbaren Daten über ein Content Delivery Network bereitgestellt werden.

Was ist ein CDN-Host?

Obwohl CDNs keine Webhosts sind und den Verbrauchern keine Artikel über die letzte Meile bereitstellen, sind die Server eines Content Delivery Network geografisch verteilt, um Inhalte in der Nähe von Nutzern und Internetanbietern zwischenzuspeichern, wo auch immer sie sich auf der Welt befinden. Dank dieses temporären Inhaltsspeichers an der Netzwerk-Edge können Sie die Latenz reduzieren und dieselben Inhalte für einen effizienteren Zugriff an mehrere Nutzer bereitstellen.

Für Netzwerkbetreiber, auch bekannt als Wireless-Service-Provider oder Mobilfunknetzbetreiber, die mit der nie endenden Nachfrage nach Onlinevideos nicht Schritt halten können, kann eine CDN-Hosting-Plattform eine äußerst effektive und kostengünstige Lösung sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Über ein Content Delivery Network können Betreiber, ein schnelles, sicheres und zuverlässiges Onlineerlebnis mit der gleichbleibenden Qualität bereitstellen, die Menschen von jedem webfähigen Gerät erwarten.

Warum wird ein CDN benötigt?

Seit fast 20 Jahren bilden CDNs das unsichtbare Fundament einer schnellen und skalierbaren weltweiten Inhaltsbereitstellung in den Bereichen Einzelhandel, Finanzen, Gesundheitswesen sowie in anderen Branchen.

Ohne CDNs, die Informationen von Ursprungsservern replizieren und speichern und digitale Inhalte dann in die Nähe des Webzugriffs bringen können, könnte das Internet unglaublich verlangsamt werden.

Vielleicht ist Ihnen das nicht bewusst, aber bei fast allem, was Sie online erledigt haben, hat Ihnen sehr wahrscheinlich ein CDN zu einem schnellen, zuverlässigen und konsistenten Erlebnis verholfen. Hier ist ein einfaches Beispiel dafür, wie Content Delivery Networks den Traffic hinter den Kulissen verwalten, um dies zu erreichen:

Ein CDN gleicht den gesamten Traffic aus, um bei jedem Zugriff auf Internetinhalte das bestmögliche Weberlebnis zu bieten. Stellen Sie sich das Ganze wie bei einem Verkehrsleitsystem in der realen Welt vor. Es kann eine Route geben, die in der Regel die schnellste von Punkt A nach Punkt B ist, wenn keine anderen Fahrzeuge sie nehmen. Wenn sie jedoch überlastet wird, ist es besser für alle, wenn der Traffic auf mehrere verschiedene Routen verteilt wird. Das kann bedeuten, dass Sie auf eine Strecke geleitet werden, die ein paar Minuten länger dauert (oder Mikrosekunden bei Skalierung auf Internetgeschwindigkeiten), aber Sie bleiben nicht in dem Stau stecken, der sich auf der normalerweise schnellsten Route bildet. Es kann auch bedeuten, dass Sie auf diese schnellste reguläre Route geleitet werden, aber ohne im Verkehr steckenzubleiben, da andere Autos auf längere Wege umgeleitet werden. Es geht also nicht um eine Verlangsamung, sondern um Lastausgleich und die vollständige Nutzung aller verfügbaren Ressourcen.

Denn ohne CDNs würden wir alle beim Surfen im Internet viel häufiger in Staus stecken bleiben.

Wer verwendet CDNs?

Fast jeder, der auf das Internet zugreift, verwendet ein CDN. Sie wurden entwickelt, um Internetnutzern ein schnelleres und zuverlässigeres Erlebnis zu bieten. Sie werden von den Inhalts- und Anwendungseigentümern und Netzanbietern verwendet, die diese Vorteile für ihre Kunden bereitstellen.

CDNs für Endnutzer

Websites und Webanwendungen, die über ein CDN bereitgestellt werden, bieten schnellere Seitenladezeiten, schnellere Transaktionen und ein konsistenteres Onlineerlebnis. Die Nutzer haben jedoch möglicherweise keine Ahnung, dass sie sich über ein Content Delivery Network verbinden, da sie von seinen Vorteilen profitieren, während die Technologie im Hintergrund funktioniert. Sie erhalten einfach das, was sie von ihrem Internet- oder Mobilfunkanbieter angefordert haben.

CDNs für Inhaltseigentümer

Für Inhalts- und Anwendungseigentümer, wie eCommerce-Websites, Medienunternehmen und Cloud-Computing-Unternehmen, führt die Nutzung eines CDN zur Verbesserung des Kundenerlebnisses, niedrigeren Abbruchraten, höheren Ad Impressions, besseren Konversionsraten und einer stärkeren Kundentreue. Die Verwendung eines Content Delivery Network kann auch die Websicherheit verbessern, indem beispielsweise DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) aufgegriffen und abgewehrt werden.

CDNs für Netzwerk-Service-Provider

Mit dem explosiven Wachstum von Online-Streaming und anderen Rich-Media-Services sowie höheren Nutzererwartungen hinsichtlich der Web Performance über verschiedene Gerätetypen hinweg ist es heutzutage für viele Netzwerkservice-Anbieter erforderlich, ihre eigenen Content Distribution Networks bereitzustellen. Für Netzwerkbetreiber kann die Bereitstellung eines Content Delivery Network die Kündigungsrate von Abonnenten verringern, die Bereitstellung von Mehrwertservices vereinfachen, den Traffic im Kernnetzwerk reduzieren und Betreibern den Vertrieb von CDN-Services an Unternehmen und dritte Inhaltsanbieter ermöglichen.

Einer der größten Vorteile eines CDN ist Entlastung.. Durch die Reaktion auf eine Anfrage nach Webinhalten mit einer zwischengespeicherten Version, die sich näher am Endnutzer und im Netzwerk befindet (statt einer direkten Anfrage an den Server, von dem der Inhalt stammt) entlastet ein CDN den Traffic von Inhaltsservern und verbessert das Weberlebnis. Damit verbleiben Inhalte innerhalb des Netzwerks des Netzbetreibers und es ist kaum noch nötig, Peering mit anderen Netzwerken zu betreiben oder im Internet zu navigieren, um Informationen bereitzustellen.

Welche Vorteile bietet ein CDN?

Ein großer Anteil des weltweiten Internettraffics wird heute über CDNs abgewickelt. Sie helfen dabei, die schwierigsten Herausforderungen bei der Bereitstellung von Inhalten über das Internet zu meistern. Unternehmen – von kleinen und mittleren Inhaltsanbietern bis hin zu großen Unternehmen weltweit – nutzen Content Delivery Networks, um ihren Kunden ein nahtloses Weberlebnis zu bieten.

Da das Internet ursprünglich nicht für riesige Datenmengen, Live-HD-Videos, Flash-Verkäufe und große Downloads ausgelegt war, wurden CDNs entwickelt, um das Internet zu verbessern. Sie tragen dazu bei, Medien in großem Umfang sicher bereitzustellen und alle vernetzten Erlebnisse zu ermöglichen, die für die meisten von uns heute Teil des täglichen Lebens sind. 


Durch die Bereitstellung von Lösungen für Performance, Verfügbarkeit, Sicherheit und Informationsgewinnung unterstützen CDNs die Top-Unternehmen dieser Welt bei der Umsetzung erfolgreicher Onlinegeschäfte.


Performance

Performance ist der Unterschied zwischen unmittelbarem Zugriff bei einem Klick und einer sieben Sekunden langen Wartezeit, während die Website oder das Video lädt. Puffervorgänge sind die Wartezeit, die durch ein vertrautes Drehkreissymbol auf dem Bildschirm angezeigt wird, wenn die Internetverbindung eines Internetanbieters die Daten nicht schnell genug bereitstellen kann.

Wie funktioniert das? Wenn der angeforderte Inhalt auf einem der CDN-Server zwischengespeichert ist, wird Endnutzern eines Internetanbieters oder Netzanbieters ebendieser Inhalt durch Herstellen einer Verbindung zu einem Server des CDN bereitgestellt, anstatt die Anfrage an den Ursprungsserver weiterzuleiten und dem Kunden eine Wartezeit zuzumuten. Ein Ursprungsserver, auf dem die Inhalte, auf die Sie zugreifen möchten, gespeichert sind, befindet sich möglicherweise weit entfernt von Ihrem physischen Standort. Wenn ja, bringt ein CDN diese Inhalte näher an Sie heran, wodurch Geschwindigkeit und Performance verbessert werden. Gehen wir zur Veranschaulichung vom italienischen Modehaus Fashion House X (FHX) in Mailand, Italien, aus, das eine neue Kollektion für Onlinebestellungen herausbringt. Modefans in New York, Paris, Rio und Tokio gehen online, um die neuen Artikel zu bestellen. Wenn FHX kein Cloudsystem für das Inhaltsmanagement nutzt, müssen die Anfragen jedes Endnutzers den ganzen Weg nach Mailand und die Antwort den ganzen Weg zurück übertragen werden. Wenn FHX jedoch ein CDN einsetzt und den neuen Inhalt bereits im CDN geladen hat, kann dieser Inhalt über Server in der Nähe des jeweiligen Nutzers – beispielsweise in der betreffenden Stadt – bereitgestellt werden. So bleiben den Daten Hunderte oder Tausende von Kilometern Paketumlauf erspart. 

Wenn der Inhalt noch nicht im Voraus gespeichert wurde, nutzt das CDN seine programmierten Kenntnisse über die erforderlichen Verbindungen, um jegliche Herausforderungen zu meistern. Erweiterte CDNs verwenden zusätzliche Technologien, die Probleme bei der Bereitstellung dynamischer oder nicht zwischenspeicherbarer Inhalte lösen und die geeignete Art von Inhalten bestimmen, die auf verschiedenen Geräten bereitgestellt werden sollen. 

All dies bedeutet, dass Inhaltsanbieter ihren Kunden über ein CDN schnelle und hochwertige Weberlebnisse bieten können – unabhängig von Standort, Browser, Gerät oder Netzwerk. Webseiten werden schneller wiedergegeben, die Videopufferung wird verkürzt und die Nutzer bleiben stärker eingebunden.

Verfügbarkeit

Verfügbarkeit bedeutet, dass Inhalte für Endnutzer auch in Zeiten übermäßigen Nutzertraffics zugänglich bleiben, wenn viele Nutzer gleichzeitig auf Inhalte zugreifen oder wenn in einigen Teilen des Internets Server ausfallen. 

Wenn es einmal zu mehreren Millionen Anfragen pro Sekunde kommt, werden selbst die leistungsstärksten Server auf die Probe gestellt. Ohne ein Content Delivery Network muss der gesamte Traffic von der Infrastruktur eines Inhaltsanbieters absorbiert werden. Dies kann zu Ausfällen und schlechten Nutzererlebnissen führen. Die weit verbreitete Serverinfrastruktur von CDNs wurde entwickelt, um diese Probleme zu beheben. Fortschrittliche CDNs können mit ihrer hoch verteilten Architektur und den umfangreichen Serverplattformen Dutzende Terabyte pro Sekunde abfangen. Dies ermöglicht Inhaltsanbietern, einer größeren Anzahl von Nutzern über einen längeren Zeitraum höhere Verfügbarkeit zu bieten.

Veranschaulichen wir dieses Prinzip wieder am Beispiel von FHX in Mailand. Die Marke ist bei Millionen von Modefans weltweit äußerst beliebt, und die neue Kollektion sorgt für viel Aufregung. Sobald die Kollektion enthüllt wird, gehen Fashionistas aus der ganzen Welt online und besuchen die Website von FHX im selben Moment. Wenn FHX kein CDN nutzt, treffen all diese Nutzeranfragen gleichzeitig am Ursprungsserver ein und sorgen dort für einen Ausfall. Setzt FHX jedoch ein CDN ein, wird der gesamte Traffic über die Hunderttausende von Servern innerhalb des Netzwerks bereitgestellt. So kommt es nicht zu einem Ausfall des FHX-Ursprungsservers, und die Modefans auf der ganzen Welt können ein hochwertiges Weberlebnis genießen. 

Sicherheit

Parallel zum Volumen wertvoller Daten und Transaktionen im Internet nimmt auch die Zahl der Angreifer zu, die es auf diese Informationen abgesehen haben. Angriffe durch Cyberkriminelle können Unternehmen hohe Kosten verursachen. Neben Verbrechen, die von internen Mitarbeitern mit böswilligen Absichten begangen werden, zählen DDoS- und webbasierte Angriffe zu den kostspieligsten Sicherheitsrisiken. 

Denial-of-Service-Angriffe und webbasierte Exploits (SQL Injection, Cross-Site-Scripting und Local oder Remote File Inclusion-Angriffe) werden immer häufiger. Diese Angriffe werden immer häufiger in Verbindung mit einem DDoS-Angriff durchgeführt, um die Aufmerksamkeit vom wahren Angriff abzulenken, der unterdessen den eigentlichen Schaden anrichtet. Bei beiden Angriffsarten kann oft nur schwer zwischen legitimem und schädlichem Traffic unterschieden werden. Zudem entwickeln sich die Angriffsstrategien rasant weiter. Unternehmen benötigen also gewaltige, spezialisierte Sicherheitsressourcen, um ihre Abwehrmaßnahmen aktuell zu halten. 

Angesichts dieser schnelllebigen Bedrohungslandschaft im Internet muss ein CDN unbedingt Schutzfunktionen für Websites umfassen. Bei den fortschrittlichsten Content Delivery Networks von heute ist die Informationssicherheit eine Kernkompetenz für die Bereitstellung einzigartiger cloudbasierter Lösungen. CDNs müssen Inhaltsanbieter und Nutzer gleichermaßen vor einer Vielzahl von Angriffen schützen, ohne dass hierdurch Bereitstellung oder Verfügbarkeit beeinträchtigt werden.

Informationsgewinnung

Als Träger von nahezu der Hälfte des gesamten Internettraffics generieren CDN-Anbieter riesige Mengen an Daten über Verbindungen, Gerätetypen und Onlineerlebnisse von Endnutzern weltweit. Wenn sie ihren Kunden diese Informationen zur Verfügung stellen, können diese CDN-Kunden wichtige und aussagekräftige Einblicke und Informationen zu ihrer Nutzerschaft daraus ziehen. Diese Services können Real-User Monitoring und Media Analytics zur Messung der Endnutzerinteraktion mit dem Webinhalt sowie Cloud Security Intelligence zur Verfolgung von Onlinebedrohungen umfassen.

Cloud im Vergleich zu CDN

Das moderne digitale Erlebnis hat die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Inhalte bereitstellen, erweitert. CDNs und Cloud-Computing wurden entwickelt, um die Herausforderungen zu bewältigen, die die Nachfrage nach Webinhalten und -anwendungen in Bezug auf Performance und Skalierbarkeit bietet. Aber wie unterscheiden sie sich?

Cloud

Cloud-Computing-Umgebungen speichern Informationen auf Internetservern und nicht auf der Festplatte Ihres Computers. Für Endnutzer kann dies eine praktische und zuverlässige Methode zum Beispiel für webbasierte E-Mails, Dateispeicherung, Dateifreigabe und Datensicherung sein. Es geht auch darum, wie Menschen problemlos auf Webanwendungen wie Social-Media-Plattformen zugreifen können. Cloudumgebungen bestehen aus Hunderten von PoPs mit Servern, die an regionalen Standorten zentralisiert sind.

Für Unternehmen bietet die Cloud geringere Investitionskosten und die Möglichkeit, die Anwendungsinfrastruktur wie benötigt zu skalieren, neue Regionen zu erreichen, ohne dass hierfür teure Infrastrukturinvestitionen erforderlich wären, und die Vorteile verbundener Cloudservices zu nutzen, um moderne digitale Erlebnisse und Unternehmensanwendungen zu schaffen. 

Zwar bietet die Cloud viele Vorteile, jedoch erleben Unternehmen oftmals auch unerwartete Kosten, wenn sie Anwendungen in der Cloud entwickeln oder sie dorthin migrieren. Die dynamische Art von Migrationsprojekten stellt auch hinsichtlich der Performance und Verfügbarkeit digitaler Erlebnisse eine Herausforderung dar. 

CDN

Ein CDN ist ein Netzwerk von Servern, das Inhalte von einem „Ursprungsserver“ auf der ganzen Welt verteilt. Dies erfolgt durch die Zwischenspeicherung von Inhalten in der Nähe des jeweiligen Endnutzers, der im Internet über ein webfähiges Gerät auf sie zugreifen kann. Die von ihnen gewünschten Inhalte werden zunächst auf dem Ursprungsserver gespeichert und dann nach Bedarf repliziert und an einem anderen Ort gespeichert. Da die Inhalte physisch in der Nähe des Nutzerstandorts zwischengespeichert werden und die Daten eine geringere Entfernung zurücklegen müssen, wird die Latenz reduziert. Dieser Prozess verringert zudem die Belastung der Ursprungsserver, indem die Last geografisch auf mehrere Server verteilt wird.

Manche Menschen bezeichnen Content Delivery Networks als „Edge“. An der Edge treffen sich die physische und digitale Welt und interagieren am Netzwerkrand. Mit Tausenden von PoPs, die auf der ganzen Welt verteilt sind, und unübertroffener Kapazität und Skalierbarkeit bieten CDNs eine engere Nähe zu den Endnutzern. 

Das bedeutet, dass überall auf der Welt die Inhalte, auf die Sie – mit Ihrem Mobiltelefon, Tablet, Computer oder einem anderen internetfähigen Gerät – zugreifen möchten, schneller geladen werden. Sie können sich zu Hause ein Video auf dem Sofa ansehen oder auf einem anderen Kontinent bei Ihrem Flug einchecken und dank eines Content Delivery Network dasselbe nahtlose digitale Erlebnis genießen.

CDN-Lösungen von Akamai, das Neueste zum Thema Edge-Bereitstellung

Die CDN-Services von Akamai wurden aus einer Herausforderung des Internetgründers Tim Berners-Lee heraus entwickelt, um eine Lösung für das sogenannte World Wide Wait zu finden. Vor mehr als 20 Jahren waren wir Vorreiter in Sachen Edge Computing, weil wir ausgefeilte neue Techniken zur Weiterleitung des Webtraffics entwickelt haben und damit Inhalte schneller von zentral gelegenen Servern an frühe Internetnutzer übertragen konnten. Heute vertrauen die weltweit größten Marken auf die Lösungen und das Know-how von Akamai, um ihre digitalen Erlebnisse zu schützen und bereitzustellen.

Unabhängig von der Art der Inhalte – von Websites, Apps, APIs, Videos oder Software – bieten unsere umfassenden Lösungen für die Inhaltsbereitstellung jedem Nutzer ein fantastisches digitales Erlebnis, unabhängig von Standort, Gerät oder Netzwerk. 

Akamai verfügt über eine unübertroffene globale Netzwerkkapazität von über 300 Tbit/s und ist mit über 4.200 Standorten und mehr als 1.400 Netzwerken in 135 Ländern zuverlässig nahezu überall auf der Welt vertreten. Dank der größten Edge-Bereitstellungs-Plattform sehen wir mehr von dem, was im Internet passiert. So können wir Engpässe vermeiden und uns an der Edge verteidigen. 

Automatisierte Beschleunigung für die denkbar besten Website- und App-Erlebnisse

Die Nutzer von heute verlangen visuell ansprechende und persönliche Erlebnisse, die jederzeit und auf allen Geräten schnell verfügbar sind. Um Kundenerwartungen zu erfüllen, entwickeln digitale Unternehmen zunehmend komplexe Anwendungen, die unzählige hochauflösende Bilder und Videos, Personalisierung und Drittanbieterinhalte enthalten. Das führt häufig zu Lösungen, deren Optimierung, Betrieb und Wartung sehr teuer sind. Die intelligente Performanceautomatisierung und -steuerung von Akamai Ion analysiert, optimiert und beschleunigt kontinuierlich das Web- und App-Erlebnis.

Hochwertige Videowiedergabe auf jedem Bildschirm

Onlinezuschauer sind sich der Herausforderungen, denen Sie bei der Bereitstellung von Onlinevideos begegnen, vielleicht nicht bewusst. Sie erwarten einfach jederzeit eine erstklassige Wiedergabe, ungeachtet der zahlreichen Bereitstellungsprobleme, die sich Ihnen in den Weg stellen. Adaptive Media Delivery ermöglicht durch Optimierung einheitliche, hochwertige Erlebnisse bei der Wiedergabe von Videos auf allen Geräten und für ein stetig wachsendes Publikum.

Nahtlose Downloadbereitstellung

Endnutzer erwarten reibungslose Downloaderlebnisse, die eine Kombination aus schnellen Downloads und nahezu sofortigen Updates darstellen. Eine effektive und zuverlässige Inhaltsverteilung und Downloadstrategie ist entscheidend für die Maximierung von Download-Abschlussraten, Kundenzufriedenheit und Umsatz – egal, ob Nutzer Software, Anwendungen, Spiele oder einen Sicherheitspatch herunterladen. Download Delivery ist eine zuverlässige und leistungsstarke Bereitstellungslösung für dateibasierten Content, die für die Übertragung großer Inhalte über das Internet optimiert wurde. 

API Acceleration

APIs spielen in der heutigen schnelllebigen digitalen Umgebung, in der Verbindungsgeschwindigkeiten in Millisekunden gemessen werden, eine entscheidende Rolle. Aufgrund der rasant steigenden Anzahl von API-Anfragen und der häufigen und unberechenbaren Nachfragespitzen wird es immer schwieriger, die Erwartungen der Nutzer zu erfüllen. Wenn öffentlich zugängliche APIs nicht rechtzeitig bereitgestellt werden, kann sich dies negativ auf das Nutzererlebnis auswirken und für Sie zu Umsatzverlusten und Ausfallzeiten führen. Die Wahl eines Partners, der Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und Performance gewährleisten kann, ist entscheidend.

API Acceleration ist für die API‑Bereitstellung und anderen Traffic mit geringer Payload optimiert. Damit sorgt die Lösung für ein schnelles und ansprechendes Nutzererlebnis für alle Anwendungen und Plattformen. API Acceleration lagert Anfragen von der Ursprungsinfrastruktur aus und bietet eine zuverlässig hohe Performance für große Mengen an XML und JSON sowie für andere kleine transaktionale und programmatische Traffic-Typen, die für den Erfolg Ihrer Anwendungen entscheidend sind.