Wichtige Erkenntnisse
- KI-gestützte Botnets erhöhen das Risiko. Cyberkriminelle führen hochentwickelte, KI-gestützte Kampagnen mit mehreren Angriffsvektoren aus, die Varianten des Mirai-IoT-Botnets, Browser-Imitation und API-Targeting kombinieren, um Netzwerkregeln zu umgehen.
- Versteckte APIs schaffen nicht überwachte Einstiegspunkte. Die schnelle Entwicklung von Kundenerlebnissen hat zu massiven Risiken rund um Schatten-APIs geführt. Während fast 78 % der Handelsunternehmen einen vollständigen API-Bestand führen, wissen nur 22,3 %, welche APIs tatsächlich sensible personenbezogene Daten und Kontodaten offenlegen.
- Geopolitischer Hacktivismus bedroht die Serviceverfügbarkeit. Eine bekannte pro-irakische und dem Iran nahestehende Hacktivisten-Gruppe hat aktiv komplexe DDoS- und Browser-Imitationsangriffe mit mehreren Vektoren orchestriert, die ausdrücklich auf E-Commerce-APIs abzielen.
- Regionale Angriffsvarianten erfordern lokalisierte Sicherheitsmaßnahmen. Die Zahl der Bots nimmt weltweit in allen geografischen Regionen zu – angeführt von einem Anstieg um 63 % in APAC, gefolgt von 48 % in LATAM, 16 % in EMEA und 7 % in Nordamerika.
- Umfang volumetrischer Angriffe erreicht Rekordhoch. Der E-Commerce verzeichnete zwischen Juli und Dezember 2025 das weltweit höchste Volumen an KI-Bot-Traffic: Hier wurde der Großteil (47,9 %) aller überwachten KI-Bot-Aktivitäten in allen Branchen festgestellt.
- Der Einzelhandel bleibt das primäre Ziel von Web- und API-Angriffen. Der Handel stellt das größte Ziel für Webangriffe auf API-Endpunkte dar: Sie machen 49 % aller Webangriffe im E-Commerce-Bereich aus, da Angreifer nach ungeschützten Finanzkonten von Verbrauchern suchen.
- KI-Integration erweitert ausnutzbare Angriffsfläche. Der nordamerikanische Einzelhandel führte mit 33 Milliarden KI-Bots (fast 16 % des weltweiten Gesamtvolumens) alle globalen Branchen an, gefolgt vom Einzelhandel in EMEA mit 26 Milliarden (12,4 %), da Angreifer Schwachstellen in dialogorientierten KI-Agenten ausnutzen.
- Anhaltende DDoS-Bedrohungen erfordern adaptive Abwehrmechanismen. E-Commerce-Plattformen sind am stärksten von Störungen auf Anwendungsebene betroffen: Sie verzeichnen 84 % aller Layer-7-DDoS-Aktivitäten im Handel, da Angreifer saisonale Shopping-Zeitfenster mit hohem Datenverkehr als Angriffsfläche nutzen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
API-Webangriffe haben zwischen Q4 2024 und Q4 2025 um 9 % zugenommen und übertrafen damit Angriffe auf Anwendungen. Cyberkriminelle bevorzugen APIs als primäre Einstiegspunkte, da sie direkte Pfade zu hochwertigen Daten offenlegen, darunter sensible personenbezogene Kundendaten und Finanzkonto-Informationen. Der Handel verzeichnete die höchste Anzahl an Webangriffen auf API-Endpunkte aller Branchen: Sie machten zwischen Januar 2024 und Dezember 2025 49 % aller Webangriffe im Handel aus.
Zwar machen Trainings-Crawler im Handelssektor mehr als 70 % des KI-Bot-Traffics aus, doch eine pauschale Blockierung ist keine tragfähige Strategie. Denn hierbei besteht die Gefahr, legitime Kunden auszuschließen oder wichtige Markensichtbarkeit in KI-generierten Suchergebnissen zu verlieren.
Handelsunternehmen gehen zunehmend konservativ vor: Unsere Studie ergab, dass mehr als 90 % der von Akamai kategorisierten KI-Bots in die Kategorie „Überwachen“ eingeordnet werden, was bedeutet, dass sie einer verhaltensbasierten Bewertung unterzogen werden.
Laut der Akamai API Security Impact Study 2026 verzeichneten 85 % der Handelsunternehmen mindestens einen API-bezogenen Sicherheitsvorfall innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten. Diese Vorfälle sind in erster Linie auf API-Fehlkonfigurationen, auf einen Mangel an dedizierten API-Sicherheitstools, die über herkömmliche WAFs hinausgehen, auf neue Angriffe auf KI-bezogene APIs sowie auf Schatten-APIs zurückzuführen, die durch mangelhafte Bestandsverwaltung verursacht werden.
Nein. Der Handel leidet unter einer gravierenden Transparenzlücke: Obwohl fast 78 % der Unternehmen behaupten, einen vollständigen API-Bestand zu führen, wissen nur 22,3 %, welche dieser APIs sensible Daten offenlegen, was Cyberkriminellen zahlreiche Angriffsmöglichkeiten eröffnet.