Akamai übernimmt LayerX und bietet durchgängige Sicherheit sowie Echtzeit-Kontrolle der KI-Nutzung in jedem Browser. Weitere Informationen
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Schatten‑KI, unkontrollierte Agenten und Datenlecks: Sonderbericht zur Bewältigung von KI‑Risiken

August 05, 2026 by Kimberly Gomez

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Wichtige Erkenntnisse

Ein spezieller Akamai SOTI-Sicherheitsbericht (State of the Internet) zeigt auf, wie die rasante KI‑Einführung in Unternehmen die Angriffsfläche vergrößert und neue Risiken mit sich bringt, die herkömmliche Tools nicht erkennen können.

Bei fast 50 % der KI‑Kommunikation am Arbeitsplatz kommen private Konten zum Einsatz – das schafft nicht nur Transparenzlücken, sondern sorgt auch dafür, dass sensible Daten für das Training öffentlicher Modelle genutzt werden.

Fast 75 % der KI‑Browsererweiterungen fordern hohe oder kritische Berechtigungen an, was zahlreiche Schwachstellen mit sich bringt, beispielsweise den Diebstahl von API‑Schlüsseln durch Ausnutzung dieser Erweiterungen.
Mit autonomen KI‑Agenten und Prompt-Injection-Angriffen wie CometJacking können Angreifer unbefugte Aktionen ohne menschliche Aufsicht durchführen.
Sicherheitsverantwortliche müssen eine gezielte KI‑Governance für Identitäten, Erweiterungen und Datenflüsse implementieren, um Produktivität und Risikominderung in Einklang zu bringen.

Unternehmen setzen heute voll und ganz auf KI: Nachdem der Einsatz künstlicher Intelligenz einst mit Vorsicht betrachtet wurde, ist er mittlerweile für die meisten Unternehmen Pflicht. Das Ergebnis ist ein weitverzweigtes Ökosystem aus KI‑Assistenten, -Agenten, -Browsern und -Erweiterungen sowie autonomen Workflows, das jeden Bereich des Unternehmens durchdringt: von der Programmierung und Inhaltsgenerierung bis hin zur Vertragsanalyse und Aufgabenautomatisierung.

Doch während diese KI‑Tools schnell zu unverzichtbaren Katalysatoren für die Produktivität werden, vergrößern sie auch still und heimlich die Angriffsfläche von Unternehmen. Mit zunehmendem KI‑Einsatz entstehen neue Risikokategorien, auf die herkömmliche Sicherheitstools nicht ausgelegt sind. Sicherheitsverantwortliche können nur schwer ermitteln, wohin ihre Daten fließen, wer Zugriff darauf hat und wie diese Drittanbietersysteme geschützt werden können.

Neue Erkenntnisse zu KI‑Nutzung und -Bedrohungen

Wir untersuchen diesen wichtigen Trend des zunehmenden KI-Einsatzes in einer Sonderausgabe des SOTI‑Berichts (State of the Internet): dem Bericht zu den Risiken der KI‑Nutzung in Unternehmen 2026.

Für diesen Bericht wurden Daten von LayerX analysiert, einem führenden Anbieter von sicheren Unternehmensbrowsern und Lösungen zur Kontrolle des KI‑Einsatzes, den Akamai kürzlich übernommen hat. Der Bericht untersucht, wo und wie KI in Unternehmen eingesetzt wird, wie sie von Angreifern ausgenutzt werden kann und wie CISOs diese neuen Risikovektoren effektiv bewältigen können, ohne die Produktivitätsvorteile der KI zu verlieren.

Die fünf größten Risiken beim KI‑Einsatz

Wir bieten eine praktische, faktenbasierte Analyse der fünf größten KI‑Risiken, denen Unternehmen heute ausgesetzt sind:

  1. Die Erweiterung der Angriffsfläche durch die zunehmende Verbreitung von KI am Arbeitsplatz
  2. Private KI‑Konten und nicht genehmigte KI‑Anwendungen, die zu Schatten‑KI führen
  3. Datenlecks durch KI‑Offenlegung
  4. Browser- und IDE‑Erweiterungen, die in den meisten Unternehmen unbemerkt bleiben
  5. KI‑Agenten, die die Unternehmensumgebung durchdringen und außerhalb bestehender Leitplanken agieren

Möchten Sie mehr erfahren? Der Bericht enthält gezielte Sicherheits-Spotlights, die aufzeigen, wie Angreifer diese Schwachstellen in der Praxis ausnutzen.

Die Erweiterung der Angriffsfläche durch die zunehmende Verbreitung von KI am Arbeitsplatz

Die Analyse von Layer zeigt die Entstehung einer kleinen Gruppe von „KI‑Powerusern“: Laut den Daten generieren die obersten 5 % der Nutzer (also die „Poweruser“) mindestens 144 Konversationen, wobei häufig jeweils mehr als 18 Prompts genutzt werden. Das spiegelt den wachsenden Trend zur KI­‑Zusammenarbeit wider.

Diese Nutzer neigen eher dazu, Geschäftsinformationen zu teilen, Dateien hochzuladen, sensible Daten zu übermitteln, KI in die tägliche Entscheidungsfindung einzubinden und Aufgaben auf Ausführungsebene an autonome KI‑Agenten zu delegieren. Das unterstreicht, dass das KI‑Risiko in Unternehmen weitgehend von einer kleinen Gruppe von Intensivnutzern ausgeht.

Darüber hinaus birgt die Verbreitung von Vibe Hacking – also der Verwendung von Befehlen in natürlicher Sprache, um KI‑Modelle dazu zu verleiten, Leitplanken zu umgehen oder automatisierte Cyberangriffe zu starten – noch weitere versteckte Risiken. Unternehmen müssen heute unbedingt verstehen, wie tief KI‑Modelle in Workflows eingebettet sind.

Private KI‑Konten und nicht genehmigte KI‑Anwendungen, die zu Schatten‑KI führen

Die meisten Unternehmen konzentrieren ihre Governance-Maßnahmen auf weit verbreitete KI‑Plattformen wie ChatGPT, Microsoft Copilot und Google Gemini. Doch Mitarbeiter nutzen zunehmend KI‑Anwendungen oder -Abonnements, die außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liegen. Das führt dazu, dass Unternehmen nicht einsehen können, wie ihre Daten gespeichert, aufbewahrt und verarbeitet werden.

Laut den Daten von LayerX findet fast die Hälfte der gesamten KI‑Kommunikation in Unternehmen (47,11 %) über persönliche Identitäten statt – und nicht über unternehmensverwaltete Konten. Und das schafft eine erhebliche Transparenzlücke für die Governance. Außerdem wurden mehr als 14 % der KI‑Konversationen in Unternehmen über persönliche Freemium-KI‑Abonnements durchgeführt, bei denen Daten an Large Language Models (LLMs) weitergegeben werden, um öffentliche Modelle zu trainieren.

Das Beispiel des chinesischen KI‑Unternehmens DeepSeek veranschaulicht, wie die explodierende Nutzung kritische Datensicherheitskontrollen außer Kraft setzen kann. Das alles unterstreicht, wie wichtig kontinuierliche Einblicke in die KI‑Anwendungen sind, die Mitarbeiter eigenständig nutzen.

Datenlecks durch KI‑Offenlegung

KI verändert die DLP‑Gleichung (Data Loss Prevention) grundlegend: Informationsübertragungen beschränken sich heute nicht mehr auf klar definierte und gut geschützte Kanäle wie E‑Mails, Dateiübertragungen und Cloud-Speicher. Mit KI können sensible Informationen über Prompts, Konversationen, Code-Snippets, kopierten Text und andere unstrukturierte Formate weitergegeben werden.

Auch wenn einzelne Interaktionen harmlos erscheinen mögen, können sie in ihrer Gesamtheit wertvollen Geschäftskontext offenlegen – und herkömmliche DLP‑Kontrollen sind nicht darauf ausgelegt, diese Art der Offenlegung zu erkennen.

Dieser SOTI-Bericht behandelt beispielsweise den aktuellen Fall eines US‑Regierungsbeamten, der versehentlich vertrauliche Betriebsdaten der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) über eine öffentliche KI‑Infrastruktur offengelegt hat.

Browser- und IDE‑Erweiterungen, die in den meisten Unternehmen unbemerkt bleiben

Mitarbeiter nutzen KI zusehends über Browsererweiterungen, die direkt im Browser ausgeführt werden. Diese Erweiterungen verfügen oft über umfassenden Zugriff auf Webinhalte, Nutzeraktivitäten, Anmeldedaten und Unternehmensanwendungen.

Untersuchungen von LayerX ergaben, dass fast 75 % der KI‑Browsererweiterungen hohe oder kritische Berechtigungen anfordern. Das kann unkontrollierten KI‑Zugriff auf sensible Daten ermöglichen, den Cyberkriminelle natürlich nur allzu gern ausnutzen. Die Untersuchung ergab zudem, dass viele KI‑Erweiterungen bekannte Common Vulnerabilities and Exposures (CVEs) aufweisen.

Nehmen wir zum Beispiel „CursorJacking“: Diese heimtückische Angriffsmethode zielt auf Entwickler ab, die den beliebten KI‑Programmierassistenten Cursor AI nutzen. Es reicht bereits eine unkontrollierte Browsererweiterung, damit ein Angreifer unbemerkt Cursor-API‑Schlüssel abgreifen, sich als Entwickler ausgeben und die gesamte KI‑gestützte Entwicklungsumgebung kompromittieren kann.

KI‑Agenten, die die Unternehmensumgebung durchdringen und außerhalb bestehender Leitplanken agieren

Die rasante Verbreitung autonomer KI‑Agenten schafft zusammen mit KI‑Browsern und agentischen Nutzeroberflächen eine weitere neue Risikodimension: Je tiefer diese Agenten in tägliche Abläufe und sensible Datenflüsse eingebettet werden, desto mehr agieren sie als unabhängige Teammitglieder, die Entscheidungen mit nur sehr geringer menschlicher Aufsicht treffen.

Eine neue Technik namens „CometJacking“, die auf den Comet AI-Browser von Perplexity abzielt, veranschaulicht diese Bedrohung: LayerX-Forscher haben gezeigt, dass Angreifer schädliche Anweisungen in eine Webseite einbetten können, um den KI‑Agenten des Browsers mittels eines indirekten Prompt-Injection-Angriffs zu manipulieren. Und so können sie sich uneingeschränkten Zugriff auf Daten verschaffen und unbefugte Aktionen ausführen.

So können CISOs neue KI‑Risiken erfolgreich bewältigen

Dieser SOTI‑Sicherheitsbericht verdeutlicht, dass Unternehmen die Herausforderung dieses neuen, fragmentierten KI‑Ökosystems bewältigen müssen, indem sie strenge KI‑Governance für Datenflüsse, Identitäten, Erweiterungen und autonome Agenten einführen.

Als Orientierungshilfe für diese Bemühungen bietet unser Bericht folgende Ressourcen:

  • Ein praktisches, praxiserprobtes Framework zur Risikominderung
  • Eine praktische Checkliste mit Empfehlungen für CISOs und Sicherheitsverantwortliche

Mit den richtigen Sicherheitsframeworks können Unternehmen das Potenzial von KI voll ausschöpfen, ohne sich dabei neuen Risiken auszusetzen.

Sind Sie an der ganzen Geschichte interessiert?

Dann laden Sie den neuen SOTI‑Sonderbericht herunter: Bericht zu den Risiken der KI‑Nutzung in Unternehmen 2026.

Über den Autor

Akamai Wave Blue

Kimberly Gomez

Kimberly Gomez is the Director of Security Research at Akamai, where she leads research teams to deliver comprehensive analyses and reports that help organizations stay one step ahead of cybercriminals. With more than a decade in cybersecurity and a background spanning print, broadcast, and online journalism, Kimberly is passionate about security storytelling — the kind that can help even your grandparents understand what's happening in the threat landscape.

 

When she's not tracking down the latest cyberthreats, you can find her buried in a book, planning her next adventure, or chasing her son through the theme parks of Orlando.