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Was KI kann, nicht kann und nicht tun sollte

September 21, 2026 by Tom Leighton

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KI kann viele Dinge tun, die der Menschheit in vielerlei Hinsicht zugutekommen können: Sie beschleunigt die medizinische Forschung und die Entdeckung von Therapien, die das Leben verlängern; sie versetzt Unternehmen und Behörden in die Lage, effizienter und produktiver zu arbeiten; und sie ermöglicht eine schnellere, weltweite Kommunikation über Sprachbarrieren hinweg. Selbst im Alltag bieten KI‑Agenten das Potenzial, uns Zeit für wichtigere Dinge zurückzugeben, indem sie alltägliche Aufgaben für uns übernehmen.

Was KI‑Agenten jedoch nicht besser können als Menschen, ist, moralische Urteile darüber zu fällen, was richtig und was falsch ist. Aus diesem Grund muss KI stets unter menschlicher Kontrolle bleiben.

Als CEO eines KI‑Infrastrukturunternehmens, auf das sich die weltweit größten Konzerne und KI‑Unternehmen verlassen, schließe ich mich denjenigen an, die zurecht angemessene Kontrollmechanismen für den Einsatz von KI fordern, um potenzielle Risiken besser zu bewältigen.

Lehren aus den Anfängen des Internets

Der Umgang mit den Risiken und unbeabsichtigten Folgen neuer Innovationen ist keine neue Herausforderung für die Menschheit – und auch nicht für unser Unternehmen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Entwicklung, die mit der Erfindung des Internets einherging.

Ähnlich wie die heutigen Versprechen von KI brachte die Erfindung des Internets der Menschheit enorme Vorteile, darunter einfachen Zugang zu Informationen, verbesserte Kommunikation und Effizienzsteigerungen, die man sich nicht hätte vorstellen können, bevor es zu einem zentralen Bestandteil unseres Lebens wurde. Und wie damals gibt es auch heute bei KI Menschen, die die neue Technologie missbrauchen, um durch Betrug, Piraterie, die Verbreitung von Falschinformationen und die Lahmlegung kritischer Infrastrukturen und Services Schaden anzurichten.

Seit 1998 ist Akamai führend, wenn es darum geht, das Internet für Milliarden von Menschen weltweit schnell, zuverlässig und sicher zu gestalten – und das Billionen Mal am Tag. Unser Team aus Tausenden führender Technologen hat unermüdlich daran gearbeitet, Sicherheitsmaßnahmen zu entwickeln, um das Internet und seine Nutzer vor Angriffen aller Art zu schützen. Und wir gehen noch einen Schritt weiter: Wir beschränken die Nutzung unserer Infrastruktur durch Kunden auf Anwendungen, die keinen Schaden anrichten und die den Gesetzen der Länder entsprechen, in denen wir tätig sind. 

Leitplanken für den Einsatz von KI

Wir beabsichtigen, bei KI einen ähnlichen Ansatz zu verfolgen: Wir verlangen von Kunden, die unsere Plattform für KI nutzen, dass sie dieselben Regeln für die zulässige Nutzung befolgen, die seit langem unser Netzwerk regeln – und die dazu beigetragen haben, unseren hart erarbeiteten Ruf für Vertrauen und Integrität aufzubauen, und zwar bei allem, was wir tun.

Akamai entwickelt zudem aktiv Sandbox-Schutzmaßnahmen für KI‑Agenten, indem es Leitplanken festlegt, die regeln, auf welche Systeme KI‑Agenten zugreifen dürfen. Die Beschränkung des Agentenzugriffs auf die Systeme, die sie wirklich benötigen, ist nur eine von vielen Methoden, mit denen speziell entwickelte Lösungen Agenten einschränken und verhindern können, dass sie außer Kontrolle geraten. So können Agenten nur die Aufgaben erledigen, für die sie gedacht sind – alles unter strengen Auflagen und unter aufmerksamer menschlicher Kontrolle.

Doch die Einrichtung von Leitplanken für den Einsatz von KI ist nur ein Teil der Gleichung, wenn es darum geht, die Welt angesichts der zunehmenden Verbreitung von KI sicher zu machen. Unsere Branche muss dem Schutz potenzieller Ziele, die von Agenten angegriffen werden könnten, ebenso viel Aufmerksamkeit widmen. 

Der Schutz von Systemen vor KI‑Missbrauch erfordert die stärksten Anwendungsfirewalls, den Schutz Ihrer APIs sowie die Fähigkeit, Systeme zu segmentieren. Nur so können wir Angriffe eindämmen und den Diebstahl von Daten verhindern, wenn die Abwehrmechanismen durchbrochen werden. Akamai arbeitet intensiv an der Entwicklung dieser Cybersicherheitsfunktionen, um IT‑Systeme gegen KI‑gestützte Angreifer zu wappnen. 

Unser gemeinsames Engagement für Sicherheit

Seit der Gründung unseres Unternehmens arbeitet Akamai mit öffentlichen und privaten Stellen sowie Normungsgremien zusammen, um das Internet zu sichern, die Cybersicherheit zu stärken und das Onlineleben aller Menschen zu schützen. Und wir verpflichten uns, diesen Ansatz auch im Hinblick auf den Einsatz von KI und Agenten weiterzuführen. 

So wie Akamai es seit seiner Gründung erfolgreich getan hat, setzen wir uns auch weiterhin dafür ein, gemeinsam mit unseren Branchenpartnern, dem öffentlichen Sektor und den Regierungen der Länder, in denen wir tätig sind, Schutzmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, damit der Einsatz von KI der Menschheit zugutekommt und ihr nicht schadet.

Über den Autor

Dr. Tom Leighton, Chief Executive Officer and Co-Founder

Tom Leighton

Dr. Tom Leighton co-founded Akamai Technologies in 1998 and served as Akamai’s Chief Scientist until he became CEO in 2013. Under Dr. Leighton’s leadership, Akamai has evolved from its origins as a content delivery network (CDN) into one of the most essential and trusted cloud delivery and cybersecurity platforms, upon which many of the world’s best brands and enterprises build and secure their digital experiences.

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