„Was uns an der Plattform von Akamai wirklich reizte, war die Möglichkeit, eine hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit bei der Nutzung des Internets zu erreichen.“– Kenichi Kumada, Deputy Manager, Acquiring Business Development Department (für die Acquiring Network Development Group zuständiger Manager), Mitsubishi UFJ NICOS Co., Ltd.
Die Organisation
Mitsubishi UFJ NICOS Co., Ltd. hat mehrere Kreditkartenmarken eingeführt, darunter MUFG Card, DC Card, NICOS usw. Mit insgesamt rund 17,31 Millionen Karteninhabern und einem jährlichen Kartentransaktionsvolumen von 8.621,6 Milliarden Yen ist Mitsubishi UFJ NICOS das größte japanische Kreditkartenunternehmen. In Zusammenarbeit mit JR East Mechatronics Co., Ltd. (JREM) entwickelte Mitsubishi UFJ NICOS „J-Mups“ (Joint Multi Payment Processing System), eine POS-Abwicklungsinfrastruktur der nächsten Generation. J-Mups ging im Juli 2012 in Betrieb und ist ein cloudbasiertes System zur Verarbeitung mehrerer Zahlungen für Kreditkarten und E-Geld.
J-Mups stellt eine Revolution in den seit vielen Jahren weitgehend unveränderten POS-Abwicklungssystemen für Kreditkarten dar, und Akamai spielte eine wichtige Rolle bei der Realisierung des neuen Systems. Wir sprachen mit Kenichi Kumada, Deputy Manager, Acquiring Business Development Department (Leiter der Acquiring Network Development Group), Acquiring Business Unit, Sales & Marketing Division, Mitsubishi UFJ NICOS Co., Ltd., der seit der Planungsphase am J-Mups-Projekt beteiligt ist.
Wenn jemand in einem Geschäft mit einer Kreditkarte für etwas bezahlt, spielt das Kreditkartenabrechnungssystem eine wichtige Rolle.
Die Herausforderung
Bis zu Einführung von J-Mups verwendete Japan ein 1983 eingeführtes Abwicklungssystem, für das analoge Telefonleitungen (und später ISDN) genutzt wurden. Mit der zunehmenden Beliebtheit von E-Commerce-Websites unter den Verbrauchern ist es zur Selbstverständlichkeit geworden, dass eben diese Websites die Abwicklung über das Internet ermöglichen. Die Transaktionssysteme im konventionellen Einzelhandel basieren jedoch weiterhin auf derselben Infrastruktur, die seit über drei Jahrzehnten genutzt wird.
Bei der Abwicklung einer Kreditkartenzahlung ist die Datenmenge, die mit dem Abrechnungszentrum des Kreditkartenunternehmens ausgetauscht wird, sehr gering und beträgt nur wenige hundert Bytes. Beim alten Abrechnungssystem war die Kommunikationsgeschwindigkeit jedoch sehr langsam (56–64 Kbit/s), und die Verarbeitung dauerte etwa 10–15 Sekunden. Außerdem war klar geworden, dass das System skalierbarer gemacht werden musste, um zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden (einschließlich der Möglichkeit, die Abwicklung neuer Arten von Zahlungsdiensten wie Debitkarten und E-Geld anzubieten). Ein weiteres Problem war, dass die in den Geschäften installierten POS-Endgeräte mit jeweils rund 200.000 bis 300.000 Yen sehr teuer waren. Hinzu kam, dass für jede einzelne Abwicklung Telekommunikationsgebühren gezahlt werden mussten, sodass kleine Einzelhandelsgeschäfte zögerten, Kreditkartenzahlungssysteme einzuführen. Eine Überarbeitung des Abwicklungssystems war daher für die gesamte Kreditkartenindustrie von zentraler Bedeutung.
Die Ziele
J-Mups wurde als System der neuen Generation geplant, das alle oben genannten Probleme mit einem Schlag lösen sollte. Folgende Ziele wurden für J-Mups gesetzt:
Verarbeitungszeit von Abwicklungen von maximal zwei Sekunden
Senkung der Telekommunikationsgebühren durch Nutzung des Internets als Kommunikationsinfrastruktur, die Einzelhandelsgeschäfte mit dem Abwicklungszentrum des Kreditkartenunternehmens verbindet
Senkung des Preises von POS‑Terminals auf etwa ein Drittel bis ein Viertel des bisherigen Preises, indem das Abwicklungszentrum einen Großteil der Aufgaben übernimmt, die bisher vom POS‑Terminal erledigt wurden
Warum Akamai
Um diese drei Ziele zu erreichen, entschied sich Mitsubishi UFJ NICOS für Akamai als Partner für die Netzwerkinfrastruktur. Kumada begründet die Wahl wie folgt:
„Was uns in der Planungsphase für J-Mups an der Lösung von Akamai wirklich reizte, war die Möglichkeit, eine hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit bei der Nutzung des Internets zu erreichen. Auch wenn die Größe der Abrechnungsdaten von Kreditkarten sehr gering ist, handelt es sich hierbei um äußerst wichtige Daten, die sich grundlegend von den großvolumigen Daten beim Videostreaming usw. unterscheiden, für die die Dienste von Akamai bis dahin normalerweise genutzt wurden. Es war jedoch schnell klar, dass die Sitzungsstabilität auch bei Kreditkartenabrechnungen eine ähnlich entscheidende Rolle spielen würde. Hierbei handelt es sich zwar nur um geringe Datenmengen, aber gleichzeitig um zahlreiche Transaktionen über einen kurzen Zeitraum, wie es z. B. auch beim Videostreaming usw. der Fall ist. Über die technischen Aspekte der Akamai-Lösung mussten wir uns also nicht allzu viele Gedanken machen. Die Datenübertragung vom Abwicklungsendgerät im Einzelhandelsgeschäft zum Edge-Server von Akamai erfolgt über das normale Internet, aber sobald die Daten auf der Akamai Intelligent Platform eintreffen, werden diese nur noch über hochzuverlässige Server und Netzwerke übertragen. So wird sichergestellt, dass die Daten schnell und sicher das Abwicklungszentrum des Kreditkartenunternehmens erreichen. Nach der Verarbeitung werden sie auf dem gleichen Weg sicher an das POS-Terminal im Geschäft zurückgesendet. Aus unserer Sicht war das ein sehr wichtiger Aspekt der Akamai-Lösung. Aufgrund ihrer Genauigkeit und Zuverlässigkeit haben wir uns für diese Lösung entschieden.“
Dies war das erste Mal, dass die Akamai Intelligent Platform für ein Kreditkartenabrechnungssystem wie J-Mups verwendet wurde. Gab es irgendwelche Probleme bei der Einführung des Systems?
„Die Systementwickler reisten durch ganz Japan, um zu testen, ob es wirklich möglich ist, die Abwicklung über die Akamai-Plattform innerhalb von zwei Sekunden abzuschließen. Die Testergebnisse zeigten, dass es zwar eine Handvoll Stellen gab, an denen es ohne das CDN von Akamai schneller ging, dass es aber keine Stellen gab, an denen die Nutzung der Akamai-Lösung zu einer besonders langsamen Übertragung führte. Insgesamt wurde bestätigt, dass die Verwendung des CDN von Akamai eine stabile, schnelle Performance bei gleichbleibend hoher Servicequalität bot“, so Kumada.
Seit der Einführung von J-Mups als schnelles, hochzuverlässiges, kostengünstiges und revolutionäres Kreditkartenabrechnungssystem gibt es viele positive Rückmeldungen von Händlern, die das System nutzen. Die meisten der bisher eingegangenen positiven Kommentare beziehen sich auf die Tatsache, dass das neue System viel schneller und kostengünstiger ist. Da jedoch in letzter Zeit auf der ganzen Welt viele Meldungen über das Leaken von Kreditkartendaten die Runde machten und Händler Sicherheit immer mehr zu schätzen wissen, wird erwartet, dass das hohe Sicherheitsniveau, das J-Mups bietet, in Zukunft breite Anerkennung finden wird.
Die Nutzung der Plattform von Akamai bietet auch Vorteile im Hinblick auf das operative Management. Ein großer Vorteil besteht darin, dass Probleme eindeutig identifiziert werden können, wenn eine Beschwerde von einem Einzelhandelsgeschäft über eine Abrechnung eingeht. Wenn man das Internet mit einer Vielzahl von Netzwerkgeräten und Dienstanbietern nutzt, kann es schwierig sein, die genaue Ursache eines Problems zu bestimmen. Da J-Mups jedoch die Plattform von Akamai verwendet, ist es in den meisten Fällen offensichtlich, wo ein Problem aufgetreten ist, und so ist das Kreditkartenunternehmen in der Lage, dem Einzelhandelsgeschäft genaue Informationen über das Problem zu liefern. Infolgedessen hat die Bearbeitung von Beschwerden sogar dazu beigetragen, das Vertrauen der Einzelhandelsgeschäfte in das J-Mups-System zu stärken.
In Bezug auf die Pläne für die zukünftige Weiterentwicklung des Systems weist Kumada auf die Notwendigkeit hin, Mobilgeräte wie Smartphones usw., deren Verbreitung rasant zunimmt, zu unterstützen.
„Der nächste naheliegende Schritt ist die Bereitstellung von Abrechnungslösungen für das Mobilfunksegment. Ich glaube, es gibt einen unaufhaltsamen Trend zur Verwendung von Mobilgeräten als Abwicklungsendgeräte oder zur Verwendung anstelle von Kreditkarten. Wir sind gespannt darauf, welche Lösungen Akamai für die verschiedenen Anwendungsszenarien anbietet, wenn diese Trends sich bestätigen“, so Kumada.
Über Akamai
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